
Das Mikrofon
Inhalt Mikrofon:
01. Die Qualität eines Mikrofons
02. Wandlerprinzipien im Mikrofon
03. Studio Mikrofon
Das Mikrofon wandelt Schall in elektrische Spannungsimpulse um. Wenn der Schall die Membran des Mikrofons erreicht, bildet diese durch Bewegung die eingehende Schallinformation nach. Ein Wandler, der an die Membran gekoppelt ist, übersetzt die Membranbewegung des Mikrofons in Spannungsimpulse.
Die Qualität eines Mikrofons
Die Qualität des Ausgangssignals eines Mikrofons hängt massgeblich von der Beschaffenheit des Wandlers ab. Rauschabstand, Impulstreue und Klirrfaktor sind dabei die entscheidenden Parameter, auf die bei der Kaufentscheidung geachtet werden sollte.
Wandlerprinzipien im Mikrofon

Abb.01: Das dynamische Mikrofon
Das dynamische Mikrofon wird auch als Geschwindigkeitsempfänger bezeichnet, denn bei diesem Mikrofon führt die Geschwindigkeit der Membranbewegung zum Signal. Das dynamische Mikrofon findet sein Haupteinsatzgebiet im Live-Bereich. Es ist in der Regel mit einer Rückkopplungsunterdrückung ausgestattet, da Gesang und Wiedergabe im Live-Einsatz im gleichen Raum zur selben Zeit stattfinden. Üblicherweise werden im dynamischen Mikrofon einige Frequenzen angehoben und andere abgesenkt, damit für die Zuhörer ein angenehmer Klang entsteht.

Abb.02: Das Kondensatormikrofon
Beim Kondensatormikrofon ist eine hauchdünne Membran vor einer Metallplatte angebracht. Zwischen diesen beiden Teilen entsteht ein Potentialgefälle, sobald eine elektrische Spannung angelegt wird. Wird die Membran von Schallwellen erreicht, wird diese in Schwingung versetzt. Dies führt zu Spannungsschwankungen, die in ein elektisches Signal umgesetzt werden. Durch die geringe Masse der Membran im Kondensatormikrofon wird eine sehr genaue Abbildung des Schalls ermöglicht. Das Kondensatormikrofon hat ein gutes Impulsverhalten und erzeugt brilliante Höhen.
Studio-Mikrofon
Zwischen dem Einsatz eines Mikrofons im Tonstudio und dem Einsatz im Live-Bereich besteht ein wesentlicher Unterschied. Beim Einsatz von Studiomikrofonen findet niemals Aufnahme und Wiedergabe im gleichen Raum zur gleichen Zeit statt, was bei der Live-Anwendung der Fall ist. Deshalb ist ein Studio-Mikrofon nicht mit einer Rückkopplungsunterdrückung ausgestattet.
Im Gegensatz zum Live-Mikrofon darf ein Studio-Mikrofon die Frequenzen des Eingangssignals nicht verändern. Man erwartet von dieser Art Mikrofon einen unverfälschten Klang. Ausserdem müssen Mikrofone im Tonstudio weitgehend rauschfrei sein und einen großen Dynamik-Umfang aufweisen, damit selbst ein leises Flüstern sauber übertragen wird.
Im Tonstudio werden fast immer Kondensatormikrofone eingesetzt, welche sich in zwei Gruppern aufteilen lassen:
1. Großmembran-Mikrofon
Mikrofone, die Kapseln mit Membrandurchmessern von mindestens 1 Zoll = 2,54 cm enthalten, werden als Großmenbran-Mikrofon bezeichnet. Großmembran-Mikrofone sind fallen in der Regel auch in der Baugröße größer aus als Kleinmembran-Mikrofone, was vielfach unbegründeter Weise zu einer Kaufentscheidung führt. Tatsächlich wird die angestrebte Klangneutralität von Kleinmembran-Mikrofonen eher erreicht als als von Großmembran-Mikrofonen. Mit zunehmendem Kapseldurchmesser erfolgt die Übertragung hoher Frequenzen unsauberer. Durch das meist voluminös gestaltete Gehäuse des Großmenbran-Mikrofons entsteht ein großes mechanisches Hindernis für das Schallfeld, was dazu führt, dass der Klang verzerrt. Einzelne Exemplare von Großmembran-Mikrofonen unterscheiden sich im Klang voneinander wesentlicher als die Kleinmembran-Mikrofone. Ein überzeugendes Argument für Großmembran-Mikrofone ist ihr geringes Eigenrauschen und ihre hohe Empfindlichkeit.
2. Kleinmembran-Mikrofon
Die Kapsel eines Kleinmembran-Mikrofons ist kleiner als 1 Zoll = 2,54 cm. Aufgrund ihrer Baugröße stellen sie für das Schallfeld kaum ein Hindernis dar, und verändern daher den Klang kaum. Sie übertragen auch hohe Frequenzen (über 15kHZ) noch sauber im Gegensatz zu Großmembran-Mikrofonen. Kleinmembran-Mikrofone überzeugen durch ein neutrales und präzises Klangbild. Dafür haben sie in der Regel verglichen mit Großmembran-Mikrofonen ein höheres Eigenrauschen und eine niedrigere Empfindlichkeit.
Eine weitere Alternative bilden die sogenannten Röhrenmikrofone. Diese haben eine Röhre als Vorverstärker eingebaut. Das Röhrenmikrofon besticht durch seinen angenehmen warmen Klang, weshalb auch nach Markteinführung der Kondensatormikrofone zahlreiche Studios an ihren Röhrenmikrofonen festhalten. Ausserdem weisen Röhrenmikrofone ein geringes Eigenrauschen auf.