
Praxis Tipps zum Recording
Audioaufnahmen im Tonstudio
Für jede Audioaufnahme gilt es den höchstmöglichen Pegel unter Übersteuerung auszupegeln. Speziell bei Gesangsaufnahmen achten Sie auf eine leichte Vorkomprimierung, experimentieren Sie mit Mikrofonabständen und bedenken Sie psychologische Aspekte der künstlerischen Darbietung unter Studiobedingungen.
Produktion und Mixdown
Musik wird generell ihrem Gestus entsprechend produziert und abgehört, z.B. Jazz, Klassik und Musical unquantisiert bei mittlerer Abhörlautstärke, dagegen Clubmusik durchweg quantisiert in hoher Abhörlautstärke. Wechseln Sie beim Mixdown die Abhörlautstärke öfter, um die Durchsetzungsfähigkeit von Klängen besser beurteilen zu können. Hören Sie nach Möglichkeit den Mix auf einer oder mehreren Useranlagen (Autoradio, HiFi) gegen. Grenzen Sie den Frequenzbereich von einzelnen Instrumenten im Arrangement ein, um mehr Transparenz zu erreichen. Desweiteren nutzen Sie eine räumliche Trennung der einzelnen Klanquellen durch unterschiedliche Hallzeiten (kein Hall, kurzer Hall, mittlerer Hall, langer Hall) bzw. Raumklänge.
Aufstellung der Lautsprecher
Achten Sie auf die richtige Aufstellung der Lautsprecher. Mitteltöner auf Ohrhöhe, Hochtöner leicht über Ohrhöhe. Bei zentraler Sitzposition sollte der Abstand beider Boxen zum Ohr jeweils gleich sein.
Beschaffenheit der Wände im Tonstudio
Versuchen Sie schallreflektierende Flächen im Raum zu minimieren, ohne dabei einen schalltoten Raum zu erzeugen. Oft wiken schon Teppichböden an Wänden wahre Wunder, wenn es darum geht die räumliche Position einer Schallquelle im Mix zu beurteilen.